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Auswirkungen der Gesundheitsreform - Änderungen der Arzneimittelzuzahlungen zum 1. Januar 2004 beschlossen
Neuburg, 11.08.2020 - 15:16 Uhr
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Auswirkungen der Gesundheitsreform - Änderungen der Arzneimittelzuzahlungen zum 1. Januar 2004 beschlossen

Nachdem der Bundesrat der Gesundheitsreform zugestimmt hat, trittdas GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) zum 1. Januar 2004 in Kraft.Dadurch ergeben sich viele Veränderungen für die Apotheken und ihreApothekenkunden. Die für die Kunden wesentlichste Änderung ist dieNeuregelung der Zuzahlungen.

Berlin (ots) - Nachdem der Bundesrat der Gesundheitsreform zugestimmt hat, trittdas GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) zum 1. Januar 2004 in Kraft.Dadurch ergeben sich viele Veränderungen für die Apotheken und ihreApothekenkunden. Die für die Kunden wesentlichste Änderung ist dieNeuregelung der Zuzahlungen. Neben der Neueinführung der Zuzahlung beim Arztbesuch wird dieZuzahlung zu Arzneimitteln erhöht. Bisher richtete sich die Höhe der Zuzahlung nach den Packungsgrößen N1, N2, N3. Die Zuzahlungsbeträgelagen bei 4,00 Euro, 4,50 Euro, 5,00 Euro. Künftig ist derArzneimittelpreis entscheidend. Der Eigenanteil liegt generell bei 10 Prozent des jeweiligen Preises, mindestens jedoch bei 5,00 Euro. DerHöchstbetrag der Zuzahlung ist auf 10,00 Euro pro Arzneimittelbegrenzt. Auf keinen Fall wird die Zuzahlung jedoch höher als derArzneimittelpreis sein.

Für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel (Mullbinden, Kanülen etc.)gilt eine Zuzahlung von 10 Prozent des Preises. Insgesamt aber isthier die monatliche Zuzahlung auf höchstens 10,00 Euro begrenzt.

Die Apotheken sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Zuzahlungen der Kunden einzuziehen und in voller Höhe mit der jeweiligen Gesetzlichen Krankenkasse zu verrechnen! Die Zuzahlungen erhöhennicht das Einkommen des Apothekers, sondern dienen ausschließlichdazu, die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen zu senken.

Besonders wichtig für die Versicherten ist: Alle Befreiungsbescheinigungen verlieren zum 1. Januar 2004 ihreGültigkeit. Die Befreiung muss also erst wieder neu bei der Krankenkasse beantragt werden. Damit müssen ab Januar auch dieVersicherten Zuzahlungen leisten, die eine Befreiungsbescheinigungüber das Jahr 2003 hinaus haben! Die Apotheken sind gesetzlich dazuverpflichtet, die Zuzahlung in jedem Fall zu erheben! Kinder undJugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind allerdingsweiterhin von jeder Zuzahlung befreit.

Hermann S. Keller, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandese.V. rät den Versicherten, ab 1. Januar "im eigenen Interesse, alleBelege für Zuzahlungen bei Arznei- und Hilfsmitteln, beiArztbesuchen, Krankenhausbehandlungen und anderen medizinischenAufwendungen sorgfältig zu sammeln und aufzubewahren. Sollte sich dieSumme der Zuzahlungen den gesetzlich fest gelegten Obergrenzen - zweiProzent des Jahreseinkommens, ein Prozent bei chronisch Kranken -nähern, sollte man sich unbedingt an die Krankenkasse wenden. Dieseist dazu verpflichtet, kostenlos über die Befreiungstatbestände zuberaten".

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