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So funktioniert Schule in Bayern
Neuburg, 11.12.2017 - 21:40 Uhr
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So funktioniert Schule in Bayern

Bayern ist vorne – zumindest nach der Pisastudie.

Dieser Spitzenplatz, den Bayern unter den Bundesländern einnimmt, hat jedoch auch seinen Preis. Schüler wie Eltern klagen über Schulstress. Und dieser beginnt oft schon früh. Bereits nach der vierten, spätestens nach der fünften Klasse werden die ersten Weichen gestellt und es entscheidet sich, ob der Besuch einer Realschule oder des Gymnasiums möglich ist.

Für einen Übertritt an die Realschule nach der vierten Jahrgangsstufe benötigen die Schüler einen Schnitt von 2,66 in den Fächern Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht. Wollen sie ein Jahr später,nach der fünften Klasse wechseln, wird ein Schnitt von 2,5 erwartet, der sich nur noch aus den Fächern Deutsch und Mathematik errechnet. Um ans Gymnasium zu wechseln, wird nach der vierten Klasse ein Schnitt von 2,33 erwartet in den Fächern Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht. Ein Übertritt nach der fünften Jahrgangsstufe aufs Gymnasium ist bei einem Schnitt von 2,0 in den Fächern Deutsch und Mathematik möglich.

Man sollte den Kindern jedoch nicht allzu viel Druck machen. Auch im Rahmen der Hauptschule – seit neuestem in Mittelschule umbenannt – gibt es über den M-Zweig einen Weg zur mittleren Reife. Und die Leistung, die hinter einem Quali oder einfachen Hauptschulabschluss steht, kann sich durchaus sehen lassen. So mancher, der hier in Bayern die Mittelschule besucht, hätte in einem anderem Bundesland locker die Realschule geschafft – und so mancher Mustergymnasiast, der beispielsweise aus Potsdam, aus Bremen oder aus Hessen nach Bayern zieht, findet sich hier schnell auf der Real- oder Mittelschule wieder, da er den teilweise überzogenen Ansprüchen des bayerischen Gymnasiums – besonders nach Einführung des G8 – nicht gewachsen ist. Dass es Probleme macht, den Stoff von neun Jahren auf dem Gymnasium komprimiert in acht Jahren zu vermitteln, dämmert mittlerweile sogar dem Kultusministerium. Der Kultusminister Ludwig Spaenle hat daher vorgeschlagen, im Gymnasium ein freiwilliges Zusatzjahr einzuführen. Unbedingt nötig erscheint ein solch freiwilliges Zusatzjahr jedoch nicht, wenn man bedenkt, dass nicht wenige Schüler des Gymnasiums ohnehin ein Jahr wiederholen – wenngleich eher unfreiwillig.

Das Beispiel zeigt jedoch auf, wie mühelos man Schule „reformieren“ kann. Statt über das dreigliedrige Schulsystem nachzudenken, wird die Hauptschule flugs in Mittelschule umbenannt – und man hat ein Problem weniger, schließlich gibt es ja jetzt keine Hauptschule mehr – oder? Und man bleibt beim G8, obwohl man wieder ein Jahr länger am Gymnasium einführen möchte. Also, was nun? Lernen kann man daraus vor allem eines: Nicht Bayerns Schüler sind die Schlausten – sondern Bayerns Politiker…


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